Freitag, 9. März 2012

Arica

eines der Monster


Am 2. März besuchten wir die größte offene Kupfermine der Welt, gleichzeitig auch die größte Dreckschleuder Chiles. Davon erfährt man aber bei der Besichtigung nichts. Das riesige Loch ist mittlerweile 4 Kilometer lang, 2 Kilometer breit und fast einen Kilometer tief. Mit Monstertracks (alleine die Räder haben einen Durchmesser von 4 Metern) wird hier abgesprengtes Gestein aus der Tiefe nach oben gekarrt und dann weiterverarbeitet. Für die Strecke vom Grund des Loches bis nach oben braucht so ein  „Lastwagen“ eine Stunde. Wenn man auf der Aussichtsplattform steht, kann man in das gigantische Loch schauen, in dem diese Monstertracks wie Spielzeugautos aussehen. Trotz der Unmengen von Staub einfach beeindruckend.
 
Am späten Nachmittag sind wir wieder zur Küste gefahren und haben uns eine schöne Felsenbucht zum Übernachten gesucht. Jetzt sitzen wir hier unter dem „Kreuz des Südens“ an einem Lagerfeuer, essen Lama-Fleisch (schmeckt wie alter Hammel) und von dem Fels gegenüber beobachten uns Pinguine und Pelikane .
 
Es ging weiter, immer der Küsste entlang Richtung Norden. In dem hübschen gepflegten Städtchen Iquique haben wir wieder mal 2 Tage Pause eingelegt.
 
Am 7. März erreichten wir Arica, unsere letzte Station in Chile. Auch hier legten wir wieder eine Pause ein, schließlich müssen wir hier unsere letzten chilenischen Pesos verbraten. Außerdem haben wir hier Renate uns Heinz, unsere Kabinennachbarn vom Schiff,  wiedergetroffen. Auch sie hatten viel gesehen und erlebt. Wir suchten uns am Strand ein ruhiges Plätzchen, stellten unsere Stühle raus und hielten erst einmal einen Kaffeeklatsch ab. Wir blieben laenger als geplant in Arica, Renate und Heinz warten auf ein Ersatzteil fuer ihr Auto, bei Gudrun und Manfred war am Auto der Rahmen zu schweissen und ich kaempfet 3 Tage gegen Montezumas Rache. Am 14. Maerz sind wir dann in Peru eingereist, wieder mal keine Probleme.
 
Spielzeugautos

das Loch

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hier sieht man die Dimensionen

ein schoener Stellplatz

Iquiquke

Iquiquke

das alte Stadtzentrum

Sonnenuntergang zum Träumen

Arica

Pinguine

jeder sucht seinen Platz

sie sind auch Kletterkuenstler

Freitag, 2. März 2012

Vale de Luna

im Vale de Luna

das ist kein Schnee sondern Salz


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Vor 3 Tage erreichten wir San Pedro de Atacama, wir wollten das Vale de Luna besuchen. Hier haben auf einer Höhe von 2.800 Metern Wind Erosion und Salzverkrustungen bizarre Formen hervorgebracht.

Am späten Nachmittag waren wir in San Pedro auf der Suche nach der Tankstelle, als uns Gudrun und Manfred ansprachen. Sie zeigten uns nicht nur die Tankstelle und einen ruhigen Stellplatz, sondern auch das Nachtleben von San Pedro.

In einer urigen Bierkneipe saßen wir bis spät in die Nacht in einer geselligen Runde zusammen. Und da man in solch großer Höhe viel trinken soll, haben wir an unsere Gesundheit gedacht und das auch beherzigt. Es war jedenfalls ein sehr lustiger Abend.
ein gelungener Abend

das chilenische Bier lässt sich trinken













Heute haben wir uns im Supermercado "Jumbo" eine Dose Bratheringe und ein deutsches Sonnenblumenkerne-Brot gekauft und ein Festessen veranstaltet. Es gab übrigens auch deutsches Bier und deutschen Kaffee zu kaufen.

Morgen solls weitergehen an die Küste nach Tocopilla und dann weiter zum Norden, denn hier wird es langsam Herbst.

Dienstag, 28. Februar 2012

Schwarze Löcher, große Hände und viel Rost

Auf unserem Weg nach Antofagasta führte unser Route am derzeit weltgrößten Observatorium der Europäischen Astronomie-Organisation vorbei. Einmal im Monat und zwar immer am letzten Wochenende hat man die Möglichkeit das Observatorium zu besichtigen, dazu muß man sich allerdings schon Monate vorher auf eine Warteliste setzen lassen. Wir haben es trotzdem versucht und hatten Glück. Wir waren eine relativ kleine Gruppe und Peter und ich hatten sogar einen Führer für uns alleine.

Zunächst bekamen wir einen Film gezeigt, spanisch mit englischen Untertiteln, danach besuchten wir die Unterkünfte der Wissenschaftler. Genau so stelle ich mir ein Leben auf dem Mond vor. Ein Biotop unter einer Glaskuppel mit Palmen und Blumen, einem Swimmingpool und eine Aussicht auf eine Mondlandschaft, denn das Observatorium liegt mitten in der Atacama-Wüste. Danach konnten wir die technischen Anlagen besichtigen. Hier können 4 Spiegel mit einem Durchmesser von je 8,2 m und drei kleinere Spiegel kombiniert  werden, so erreicht man eine optische Auflösung eines 200-Meter-Teleskops. Theoretisch könnte man damit einen Mann auf dem Mond erkennen, aber die Astronomen forschen hier nach dem Ursprung des Universums. Danach durften wir auch in das Kontrollzentrum, dort waren allerdings nur 4 Personen bei der Arbeit, welche die Einstellungen für die Nacht vorbereiteten, die Wissenschaftler schlafen tagsüber. Alles in allem ein sehr lohnender Abstecher, den man nur empfehlen kann.
2.600 m hoch und 350 sternenklare Nächte im Jahr

so lebt man in der Wüste

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mir schwirrt schon der Kopf vor lauter Technik

im Kontrollzentrum

die Spiegel kommen aus Deutschland



































Nach so viel Technik stand uns der Sinn nach etwas Kreativem.  Die Skulptur "Mano del Desierto" . Mitten in der Atacama-Wüste steht eine überdimensionale Hand, das eignet sich doch prima für ein Foto.
 
Dann gings weiter zu der stillgelegten Salpetermine  Chacabuco, eine Geisterstadt. Wir waren an diesem Nachmittag die einzigen Besucher und hatten die riesige Ruinenanlage für uns alleine. Mir kam das alles ein bisschen unheimlich vor.
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rostiges Denkmal einer wilden Zeit

eine Geisterstadt

das damalige Kulturzentrum wurde renoviert

Natonalpark und Karneval

Am nächsten Tag fuhren wir weiter zum Nationalpark Pan Azucar. Hier fanden wir auf einem netten kleinen Campingplatz direkt am Pazifik gelegen. Stundenlang konnten wir den Kormoranen beim Fischfang zusehen, die Pelikane flogen direkt an unseren Nasen vorbei und die Andenkondore beäugten uns misstrauisch. Auf der vorgelagerten Insel konnten wir mit dem Fernglas Humboldpinguine beobachten und auf den Klippen stritten sich 3 Walrösser um die besten Plätze.
Im Nationalpark Pan Azucar

neugierige Pelikane

und Andenkondore

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1889

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Danach sind wir weitergefahren zu dem schönen, gepflegten Örtchen TalTal. Dort gab es ein interessantes Eisenbahnmuseum zu besichtigen. Abends fand wieder einmal eine Fiesta statt, "Chilenischer Karneval". Das kann man mit unserem Karneval nicht vergleichen. Die Chilenen rückten mit Kind und Kegel, mit Kühltaschen und Grill und jeder Menge Fleisch an und feierten die ganze Nacht. Wir waren wohl die einzigen, die um 2 Uhr im Bett lagen.

Samstag, 25. Februar 2012

An der chilenischen Kueste entlang

Von La Serena aus fuhren wir weiter Richtung Norden, immer der Küste lang.  In Caldera an der Bahia Iglesia machten wir wieder mal 2 Tage Pause. Von hier aus wollten wir weiter in den Nationalpark Pan Azucar, der direkt am Pazifik liegt. Kurz vor dem Nationalpark entdeckten wir eine einsame Sandbucht, die wir ganz für uns alleine hatten. Außer ein paar neugierigen Nachbarn tierischer Art, die uns misstrauisch beäugten, störte uns niemand.
die Kinder sind neugierig aber nicht aufdringlich


in einem kleinen Fischerdorf

so campen die Chilenen
einer unserer schoensten Stellplaetze

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Bahia Iglesia


Das war das Hoechste

naechste Tankstelle in 261 km
Jetzt wollten wir's wissen! Über den Pass Agua Negra sollte es zurück nach Chile gehen. Am 14. Februar machten wir uns auf den Weg, ob wir’s schaffen würden wussten wir nicht, der Pass ist immerhin 4.770 Meter hoch, so hoch waren wir mit dem Auto noch nie.

An der argentinischen Grenze endete die Teerstraße, weiter ging’s auf einer relativ angenehmen Piste Richtung Anden. Zuvor waren wir registriert worden, denn es soll ja keiner verloren gehen. Die Piste war relativ leicht zu befahren, keine enormen Steigungen, kein Schotter aber ab und zu das altbekannte Rippio. An manchen Stellen musste man auch schwindelfrei sein, denn Leitplanken gab es natürlich keine. Das weitaus größere Problem war die Motorleistung unseres Wonis, denn mit zunehmender Höhe schwindet auch zunehmend die Leistung. Aber wie ihr sehen könnt, hat unser altes Vehikel den Pass geschafft. Er hat zwar gestunken, so als ob 50 LKW’s gleichzeitig starten würden, gequalmt wie ein Fabrikschornstein und an manchen Stellen brachte er es wirklich nur auf „Schrittgeschwindigkeit“.

Da wir den Pass nur überfuhren und uns in der Höhe nicht aufgehalten haben, ging es uns relativ gut. Außer dass sämtliche Saugnäpfe, einschließlich dem des Navi’s abgefallen sind, sich das aufblasbare Kopfkissen wie ein Ballon aufblähte und die Ketchup-Flasche aufplatzte, ist weiter nichts passiert. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, man befindet sich bereits auf 4.700 Metern und hat immer noch Berge um sich herum, zu denen man hinaufschauen muss. Wir haben die Passhöhe ziemlich schnell wieder verlassen und auf 3.500 Metern Höhe eine Pause eingelegt und die bunten Berge bewundert, zu mehr reichte die Puste nicht.

Dann ging’s in einem Rutsch abwärts zur chilenischen Grenze, dort wurde wieder mal unser Woni nach verdächtigen Lebensmitteln durchsucht. Mist, die haben doch tatsächlich meine Zwiebeln und Kartoffeln entdeckt, ich muss mir ein neues Versteck ausdenken. Auf dem Weg zur chilenischen Küste haben wir dann auf einem Campingplatz einen Tag Putz-Pause eingelegt, es war wieder mal alles eingestaubt.

In La Serena war dann ein Ölwechsel fällig, auch der Ölfilter hatte seine Dienste getan. Das Ganze hat uns grade mal 6 € gekostet (Das Material hatten wir allerdings selbst dabei). In einem Supermercado entdeckten wir ein Regal mit „deutschem Brot“, ein Hochgenuss nach all dem Toast.
bergauf

noch mehr gergauf

vorbei an bizarren Schneefeldern

bis die 4.753 m Hoehe geschafft sind

dann so schnell wie moeglich wieder runter

schwinderfrei sollte man schon sein

vorbei an knallbunten Bergen

und ein letzter Blick auf den Aconcagua