Samstag, 19. November 2011

Immer Richtung Süden

Tage gibt es….
Heute waren wir von Los Hormoso unterwegs Richtung Rio Grande. Gegen Mittag wollten wir eine Pause einlegen und haben uns dazu einen Parkplatz vor einem Gebäude ausgesucht, weil wir dort ein schattiges Plätzchen unter Bäumen erspäht hatten. Wir wollten eigentlich schon weiter, als uns ein junger Mann auf englisch ansprach und uns nach unserem Ziel fragte. Er freute sich, dass es uns in Argentinien so gut gefällt und erklärte uns, dass in der Fabrik hinter uns Speisesalz hergestellt wird. Er meinte, wir sollten einen Moment warten, er hätte ein kleines Geschenk für uns und verschwand. Ich sag noch zu Peter, der wird doch hoffentlich keinen Sack Salz anschleppen. Ein Sack wars nicht, aber 10 Pakte, von jeder Sorte gleich zwei (für die Familie in Deutschland). Wir haben uns vielmals bedankt und haben jetzt für die nächsten fünf Jahre Salz.

In Rio Grande angekommen mußten wir erst mal zur nächsten Bank um wieder flüssig zu sein. Ich wollte falls möglich Euros eintauschen, die Peter erst aus unserem Versteck im Woni herausklauben mußte. Dabei stellten wir fest, dass bei dem Wolkenbruch vor 2 Tagen unsere gesamte Barschaft nass geworden war. Uns blieb nichts andere übrig, als auf dem örtlichen Campingplatz erst einmal unsere gesamten Dollarnoten und Euroscheine einzeln im Woni aufzuhängen und zu trocknen. Da wir kleine Stückelungen  mitgenommen hatten war wir den ganzen Nachmittag beschäftigt. Wahrscheinlich denken die Argentinier jetzt, die Deutschen sind so sauber, die waschen sogar ihre Geldscheine und hängen sie zum Trocknen auf. Tage gibt es… aber es war ja auch der 11.11.

Am 14.11. erreichten wir die Halbinsel Valdes, wo wir auch Ines und Peter wieder trafen. Am nächsten Tag ging es zur Walbeobachtung aufs Meer. Die Walmütter ziehen hier in den Buchten ihre Jungen groß. Mit dem Boot kommt man ganz nahe an die ran und man hat den Eindruck, es macht ihnen sogar Spaß ihre Kunststücke vorzuführen. Jedenfalls bleiben sie bei den Booten und betrachten uns neugierig. Das war schon beeindrucken, wie die Mütter ihren Jungen Schwimm- und Tauchunterricht erteilten (die Kleinen können noch nicht so lange unter Wasser bleiben, die müssen das erst lernen). Leider war das Meer etwas zu unruhig, um schöne Bilder zu machen.

Manche Wale schwammen direkt auf unser Boot zu und tauchten darunter hindurch.
















Das Skelett eines Grindwals











Wir sind von der Halbinsel Valdes weiter Richtung Süden gezogen über Trelewe, Comodore Rivadavia nach Caleta Olivia. In Playa Santa Isabella haben wir eine Übernachtung am Strand eingelegt, eine Sackgasse mit lauter kleinen Ferienhäuschen. Zwei Polizisten auf ihren Motorrädern haben uns erlaubt hier über Nacht zu stehen aber wir sollten keinen „Schmutz“ machen. Es dauerte keine halbe Stunden, dann kam der Kommandante persönlich vorbei um sich die verrückten Deutschen anzusehen. Wir haben ihn nach der Sicherheit gefragt, kein Problem, ab sofort kam er jede Stunde persönlich (hupend) vorbeigefahren, um zu sehen, ob es uns gut geht.

Jetzt stehen wir wieder am Strand, haben uns eben die Bäuche mit Steak vollgeschlagen, morgen soll es weitergehen immer Richtung Süden. Das Wetter hat letzte Nacht umgeschlagen, es ist bewölkt und hat nur noch 20 Grad, aber das Barometer steigt schon wieder.

Übrigens könnte man hier sehr gut eine Diät mit Steaks und Salat machen, das Fleisch ist so phantastisch, da kann selbst der unbegabteste Koch ein butterzartes Steak zaubern, wenn es bloß nicht dieses verdammte Dulce de Leche gäbe. Erinnert ihr euch an die Kuh-Bonbons, so eine Creme haben die hier, ich könnte die löffelweise essen.

Dienstag, 15. November 2011

Hilfe, wir sind Exoten

Am Sonntag, den 6. November hatten wir genug von der Goßstadt, wir wollten weiter Richtung Süden. Auf der Karte haben wir uns den Ort San Clemente an der Atlantikküste ausgesucht, da soll es einen schönen Campingplatz geben. Wir machten uns am Vormittag auf den Weg, die Straßen waren erfreulich leer und wir kamen gut voran. Aber wir sind offensichtliche EXOTEN auf der Autovia. Viele hupten und winkten und konnten offensichtlich nicht fassen, dass da Deutsche unterwegs sind.

In Sankt Clemente angekommen fanden wir einen fast leeren Campingplatz vor, die Saison hat noch nicht angefangen. Kurz danach wurden wir von einem jungen Paar angesprochen, wo wir denn herkommen. Und schon hatten wir für 2 Tage exklusive Reiseführer. Miriam und Sebastian führten uns durch den Ort und die nähere Umgebung, zeigten uns Einkaufsmöglichkeiten und Bank und versorgten uns mit allen möglichen Tipps und Ratschlägen und sogar mit Kartenmaterial für unsere Reise (Sebastian spricht gut englisch). Am Abend vor ihrer Abreise gingen wir gemeinsam zum Abendessen in ein argentinisches Grillrestaurant. Allerdings isst man in Argentinien erst so gegen 22:00 Uhr zu Abend. Wir vertilgten Berge von Fleisch, Rind, Schwein, Geflügel, Leber, Blutwurst, Schweinewurst, Filet, Rippenstücke….. Dazu eine Flasche Rotwein und 3 Coca Cola und gekostet hat das für 4 Personen 230 Pesos, das sind ca. 40,-- €. Beim Frühstück heute morgen konnte ich immer noch nichts essen. Die beiden haben sich heute morgen herzlich von uns verabschiedet und sind nach Hause gefahren, ihr verlängertes Wochenende war zu Ende.

Heute Mittag ist eine weitere argentinische Familie angekommen und hat auch gleich ihre ganzes Grillzubehör samt extragroßen Huhn ausgepackt. Ein kurzes Hallo und schon sollten wir rüberkommen zum Essen. „So geht das nicht weiter“!! Wir haben freundlich abgelehnt, aber die Gastfreundschaft der Argentinier ist schon bemerkenswert.

Miriam und Sebastin

unsere hilfsbereiten Campingnachbarn

hier gibts noch reichlich Fisch



aber das Grillrestaurant war uns lieber

das waren gut und gern 2 kg Fleisch

Dienstag, 8. November 2011

Endlich in Buenos Aires

Nach dem Frühstück (sofern man das so nennen kann) haben wir unseren ganzen Plunder wieder im Woni verstaut und konnten das Schiff verlassen. Der Zollbeamte ließ allerdings auf sich warten aber gegen 14:00 Uhr konnten wir dann endgültig das Hafengelände verlassen. Auf einem Parkplatz nahe des Stadtzentrums haben wir uns für ein paar Tage eingerichtet und so konnten wir unsere Streifzüge durch die Millionenstadt gut zu Fuß unternehmen. Die Kfz-Versicherung war schnell abgeschlossen, das Abendteuer konnten also beginnen. Buenos Aires ist eine Millionenstadt mit eigenem Charme und Charakter, aber nach 3 Tagen konnte ich das Gedränge nicht mehr ertragen, wir hatten beide das Bedürfnis nach Weite und Landleben.

Grande Francia ade, Argentinien wir kommen

Hochhäuser aber auch schöne Uferpromenaden

sogar eine Fußgängerzone

Einkaufstempel nur für die gehobenen Ansprüche















aber auch ruhige kleine Retaurantes




Love-Parade auf südamerikanisch



Bilder von der Seereise Teil 2

Und weiter gehts über den Atlantik, wir überqueren dann Äquator, hier der Beweis auf dem Navi






 Die Hafeneinfahrt in Vitoria ist spektakulär






Wir hatten eine gute Internetverbindung, bis sich diese beiden Kriegsschiffe vor unsere Nase gelegt haben, dann war Schluss

Bei Nacht haben wir Vitoria wieder verlassen. Auf nach Rio !!


 3 Tage den Zuckerhut vor der Nase und wir kommen einfach nicht in den Hafen rein.
aber dann ist es endlich geschafft.






Wir verlassen Rio und steuern Santos an.



zuerst besuchen wir das Kaffeemuseum 



dann machen wir eine Stadtrundfahrt mit der historischen Straßenbahn

















und schon müssen wir wieder zurück zur Grande Francia. Als nächsten Hafen steuern wir Rio Grande an











Hier dürfen wir nicht von Bord, denn hier werden die Leopard-Panzer ausgeladen.


So langsam geht unsere Seereise zu Ende, der nächste Hafen ist Buenos Aires







Wir warten auf die Zollabfertigung aber zur Zeit ist Mittagspause und die ist auch hier in Argentinien bei den Beamten heilig.   Also "Geduld, Geduld" wir haben eh schon über eine Woche Verspätung, da kommt es auf ein paar Stunden auch nicht mehr an.