Freitag, 10. August 2012

Was ich noch sagen möchte....

 Südamerika, ein Kontinent, wie geschaffen um ihn mit dem Wohnmobil zu erkunden. Unsere 10 Monate haben leider nur für den südlichen Teil gereicht und selbst hier haben wir noch lange nicht alles gesehen.

Wir haben uns in jedem Land als willkommene Gäste gefühlt. Man hat uns überall geduldig weitergeholfen, wenn wir uns wieder mal heillos verfahren hatten. Auf unserer Reise haben wir durchweg nette, freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt  und wir haben viele neue Freunde gefunden. Die einzigen, die uns die Türe vor der Nase zugeschlagen haben waren 2 deutsche Wohnmobilsten kurz vor Ushaiha.

Wir bedanken uns bei allen Familienangehörigen, Freunden, Reiseabschnittsbegleitern, Bekannten und Unbekannten die zum Gelingen dieser Reise auf irgend eine Weise beigetragen haben. Ein herzliches Dankeschön auch an meine Leser, die mir die Treue gehalten haben, obwohl ich keinerlei Erfahrung mit dem Schreiben eines Blogs hatte. Ich hoffen, ihr verzeiht mir die Tippfehler und Stilbrüche, aber ein Korrekturlesen war aus Zeitmangel fast nie möglich.

Wir wurden sehr oft gefragt:

War das denn nicht gefährlich?

Wir haben uns auf unserer Reise nie unsicher oder gar bedroht gefühlt, obwohl die Firma "Maus und Klau" doch weltweit vertreten ist. Die Polizei war in allen Ländern sehr zuvorkommend und hat uns immer tatkräftig weitergeholfen, sei es mit "Geleitschutz" zur richtigen Ausfallstraße,  "sicherem Stellplatz" direkt vor der Polizeiwache, oder "Abschleppdienst" auf für uns zu steilen Schotterpisten.


Würdet ihr diese Reise so noch einmal machen?

Aber ja, jederzeit! Allerdings würden wir dann mehr Zeit einplanen, die Reise für eine gewisse Zeit unterbrechen um sie danach wieder fortzusetzen.  Auch das Reisen in dem kleinen Woni war kein Problem, ihr glaubt gar nicht, mit wie wenig man auskommen kann. Wir haben jedenfalls nichts vermisst

Was würdet ihr ändern?

Außer dass ich ernsthaft Spanisch lernen würden, nichts!


Falls euch jetzt das Fernweh plagt und ihr Lust bekommen habt, auf Reisen zu gehen (es muß ja nicht gleich so eine lange sein) dann nur zu, schiebt nicht immer alles auf "später" wir kennen zu viele Menschen, für die es kein "später" mehr gab.

Außerdem, wenn ihr wüßtet, wofür eure Erben euer sauer verdientes Geld einmal ausgeben, würdet ihr euch lieber selbst etwas gönnen, denn

das Einzige, was uns niemand mehr streitig machen kann, sind unsere Erinnerungen, 
das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Montevideo

Wie jeden Tag schauten wir gestern morgen im Internet nach unserem Dampfer und nach unseren e-mails und warfen auch einen Blick auf den Fahrplan von Grimaldi. Wir machten beide großen Augen, als wir da lasen, unser Dampfer läuft in 2 Tagen in Montevideo ein, Zarate in Argentinien wird erst nach Montevideo angelaufen. Jetzt gings aber hopp la hopp, schnell Frühstücken, alles zusammenpacken, bezahlen und ab ins 450 km südlicher gelegene Montevideo. Einen Stellplatz hatten wir uns zum Glück schon vorher im Internet ausgesucht.

Spät abends kamen wir hier an, von der Stadt haben wir nichts mehr gesehen, dazu werden wir auch kaum mehr Gelegenheit haben, Grimaldi hat uns mit der Fahrplanumstellung 6 Tage Montevideo geklaut.

Heute morgen waren wir beim Hafenagenten und haben alle Papiere eingeeicht dafür hat der uns dann 300,-- US$ abgeknöpft (Bearbeitungsgebühren), danach einen kleinen Stadtbummel bei Regen und wie es der Teufel so will, kamen wir genau zur Mittagszeit an den Markthallen vorbei. Wir haben uns ein letztes vorzügliches Steak gegönnt. Am Nachmittag riss die Wokendecke auf und wir gingen nochmals los, die letzten Einkäufe tätigen. 2 Stunden später hatten wir aber schon wieder Regen, weshalb es von Montevideo auch keine Bilder gibt.

Jetzt stehen wir hier am Rio de la Plata und verbringen unsere letzte Nacht im Woni auf dem südamerikanischen Kontinent. Vor 10 Monaten standen wir voller Erwartungen auf der anderen Seite des Flusses. Wo ist bloß die Zeit geblieben?

Morgen früh soll die Grande Buenos Aires im Hafen einlaufen. Wir müssen so gegen 10 Uhr dort sein und irgendwann im laufe des Tages können wir dann an Bord gehen. Am Samstag geht es weiter nach Zarate (Argentinien), wo wir 4 Tage Aufenthalt haben und dann ab Richtung Heimat.

Dienstag, 7. August 2012

Ein Schiff wird kommen.....

Wir stehen immer noch auf dem Campingplatz bei den Thermalquellen. Das Wetter ist wechselhaft, warme Tage mit Nordwind und Temperaturen bis 28 Grad, dann dreht der Wind auf Süd und die Nachttemperaturen sinken bis auf den Gefrierpunkt ab. Täglich verfolgen wir im Internet unseren Dampfer. Nachdem er 4 Tage vor Rio auf Reede gelegen hat, ist er heute morgen endlich in Santos angekommen. Die Abreise wird sich weiter verzögern, den 11. August können wir wohl abschreiben. Morgen wird die Reederei einen neuen Fahrplan ins Internet stellen, wenn wir Glück haben, werden wir am 16. August von Montevideo Richtung Heimat ablegen.

Ich träume schon von knusprigen Brötchen, einem breiten Bett und einer Badewanne. Vor meinem inneren Auge erscheinen Schwarzwälder Speck, sauber gewaschene Bettwäsche (die waschen hier alles kalt), ein schönes kühles Weinschorle, Schweizer Schokolade....

Jedenfalls freuen wir uns auf Zuhause und auf ein Wiedersehen mit allen.

Sonntag, 29. Juli 2012

Termas Guaviyu

näher an den Atlantik ging wirklich nicht
Wir haben Brasilien verlassen und sind weiter Richtung Uruguay gezogen. Doch zunächst mußten wir mit der Fähre nach Rio Grande übersetzen. Diese fährt aber nur drei mal täglich und abends wollten wir nicht in Rio Grande ankommen. Also haben wir uns einen traumhaften Übernachtungsplatz direkt am Atlantik ausgesucht. Am nächsten morgen, den 23.07. gings dann mit der Fähre wieder aufs Festland und weiter Richtung Westen. In Santana de Livramento sind wir in Uruguay eingereist, eine eigenartige Grenzstadt. Den brasilianischen Zoll haben wir überhaupt nicht gefunden und an der urugayischen Grenze wären wir auch fast vorbeigefahren, wenn uns nicht ein Zöllner vom Straßenrand aus zugewunken hätte. Aber alles ging wieder einmal reibungslos und schnell von statten.

Am 25.07 erreichten wir Guaviyu, das ganz im Osten des Landes liegt. Ein riesiges Gelände mit wunderschönen Thermalbecken, gepflegt und sauber, wir waren angenehm überrascht. Es gibt ein paar kleine Geschäfte, wo man alles für den täglichen Bedarf einkaufen kann, 2 Restaurants und eine Bäckerei. Auf dem überdimensionalen Campingplatz stehen ganze 3 Wohnmobile und 2 Zelte. Um das Hallenbad zu finden, haben wir einen ganzen Tag gebraucht, nicht weil wir blind sind, sondern weil das Gelände so groß ist.

Rio Grande in Sicht
Jetzt machen wir täglich einen Spaziergang, hüpfen dann in den Thermalpool (38 Grad), danach gehts beim Bäcker vorbei, der hat so schöne kleine süße Stückchen, die mit einer Tasse Kaffee wunderbar schmecken und dann ist für den Rest des Tages Siesta.
die Autofähre
so viel Platz


unsere Nachbarn zur rechten ...

... und zur linken Seite

ein Teil der Außenbecken

und das Hallenbad


Freitag, 20. Juli 2012

Im Süden nichts Neues

Wir machen immer noch Pause, gammeln rum, sortieren Fotos, lesen, schauen Videofilme usw.. Heute morgen habe wir uns einen schönen Fisch zum Braten gekauft, heute mittag, nachdem Peter den Fisch in der Campingküche draußen ausgenommen hatte, hat sich in einem unbewachten Moment die Hauskatze darüber hergemacht, jetzt überlegen wir, ob wir heute abend die Katze in die Pfanne hauen. Aber sonst ist alles ok.

Langsam werden die Tage wieder länger und das Wetter hat sich auch gebessert. Jeden Morgen schauen wir uns als Erstes im Internet den Fahrplan von Grimaldi an und jeden Morgen hat unser Schiff einen Tag mehr Verspätung. Mittlerweile liegt unser Abreisetermin beim 11. August. Inzwischen haben wir wieder Lust, was zu unternehmen und haben uns eine neue Route zurechtgelegt. Da es in Montevideo ja so kalt (wie bei euch) ist, reicht es wenn wir so gegen 10. August dort eintreffen. Wir wollen am kommenden Sonntag unser behagliches Domizil verlassen und uns auf den Weg Richtung Salto (Uruguay) machen. An einer der Termas wollen wir eine Gesundheitwoche einlegen. Das wird unseren reisegeschädigten Knochen guttun.

Samstag, 7. Juli 2012

Die Lagunenstraße

Von Florianopolis aus fuhren wir weiter Richtung Süden. Der Küste ist hier eine Landzunge vorgelagert auf der sich ein Ferienort an den anderen reiht. Wunderschöne Ferienhäuser an einem endlos langen Sandstrand, menschenleer. Zum Übernachten stellten wir uns direkt an den Strand. Auf der Höhe von Puerto Alegre wechselten wir auf die nächste Landzunge und weiter gings Richtung Süden. Das Wette hatte sich gebessert und wir ließen uns viel Zeit, besser gesagt, wir trödelten.

In Tavares sind wir zur Touristinformation gefahren um nach einem Campingplatz zu fragen, es  sprach leider niemand englisch. Aber die wußten sich zu helfen mit Google-Translator und schon konnten sie uns ein Hotel nennen, bei dem wir stehen konnten.

Hier am Lagoa do Peixe befindet sich ein großes Naturreservat in dem man Flamingos beobachten kann. Da es aber vor ein paar Tagen stark geregnet hatte schafften wir es nicht  auf den schlammigen Pisten zum See zu gelangen. Die einzigen Flamingos die wir sahen, waren aus Gips und standen am Ortseingang.

Hier am Hotel stehen wir prima, sehr ruhig, haben  Dusche und Toilette für uns alleine, bekommen jeden morgen ein gutes Frühstück (3 Kuchen zur Auswahl) und das alles für ca. 15,-- € am Tag. Warum sollen wir jetzt schon in den kalten Süden fahren, wenns uns hier gut geht.

Meinen  Neffen und meiner Nichte, den Sommerkindern in unserer Familie, von uns beiden  zu den Geburtstagen und bestandenen Abis 
herzliche Glückwünsche.

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Montag, 25. Juni 2012

Wieder am Atlantik

Florianopolis
die Insel Santa Catarina
die Brasilianer lieben Hochhäuser
im Küstengebirge

frischer Fisch



























Vor einer Woche haben wir die brasilianische Küste erreicht. Auf der Halbinsel Puerto Bello haben wir in Bombihas auf einem Campingplatz ein paar Tage Pause eingelegt. Auto putzen und Wäsche waschen war wieder mal fällig. Und nachdem alles schön sauber war, regnete es sich ein.
wir haben uns eine schöne Bucht ausgesucht






Zwischenzeitlich war auch Michael eingetroffen, ihn haben wir bei den Iguazu-Wasserfällen kennengelernt. Also gemeinsam weiter nach Süden, nach Florianopolis. Die Hauptstadt des Bundeslandes liegt auf der Insel Santa Catarina, ist aber durch eine Brücke mit dem Kontinent verbunden. Auf der Insel gibt es zahlreiche wunderschöne Buchten und auch Campingplätze. Auf dem ersten Platz, den Michael ansteuerte, traf er auf ehemalige Mittreisende, das mußte natürlich gefeiert werden. Nach einem feuchtfröhlichen Abend mit viel Servesa und noch mehr Gelächter verabschiedeten sich die drei von uns und reisten am nächsten Morgen weiter Richtung Buenos Aires. Wir blieben noch ein paar Tage bevor auch wir uns weiter Richtung Süden auf den Weg machten, allerdings mit einem Schlenker ins Küstengebirge, wir haben ja Zeit.